Aufklärungsbogen Hypnose

Bitte lesen Sie den Aufklärungsbogen Hypnose einige Tage vor Ihrem ersten Termin aufmerksam und versuchen Sie den Inhalt bestmöglich umzusetzen. Nur so kann Ihre Hypnose-Behandlung auch eine optimale Wirkung entfalten. Die Rahmenbedingungen können bei einzelnen Behandlungsthemen abweichen. In solchen Fällen wird Sie Ihr Behandler darauf aufmerksam machen und Ihnen ggf. entsprechende Verhaltensempfehlungen mitteilen. Arbeiten Sie den Aufklärungsbogen Hypnose Punkt für Punkt durch und notieren Sie sich ggf. auftretende Fragen.

Wichtige Hinweise für Ihre Hypnose-Behandlung

Liebe Klienten,

Die Hypnose ist eine sanfte und gleichzeitig sehr intensive Möglichkeit, um Veränderungen zu bewirken und innere Ziele zu erreichen. Sie bietet einen direkten Zugang zum Unterbewusstsein, weshalb sie auch immer mit Ernsthaftigkeit und entsprechender Sorgfalt angewandt werden muss.
In unserer Praxis legen wir großen Wert auf einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit der Hypnose. Deshalb achten wir auf jedes Detail, das für die Wirksamkeit der Hypnose von Bedeutung sein kann. An dieser Stelle ist auch Ihre Mitarbeit erwünscht. Ihr Verhalten und Ihr Umgang mit der Hypnosebehandlung ist von entscheidender Bedeutung für die späteren Ergebnisse.

Die Hypnose kann Ihre Wirkung am besten und schnellsten entfalten, wenn sie in einem Rahmen angewandt wird, in dem möglichst wenig Störfaktoren vorhanden sind. Um einen optimalen Ablauf und eine maximale Wirkung Ihrer Hypnose-Behandlung zu ermöglichen, haben wir deshalb einige Informationen zusammengestellt, die Sie in Ihrem eigenen Interesse bitte beachten sollten.

Hinweise zum Verhalten vor der Hypnose

Kommen Sie bitte rechtzeitig zu Ihrem Hypnose-Termin und vermeiden Sie unnötige Hektik im Vorfeld der Sitzung.

Kommen Sie bitte nicht übermüdet oder zu erschöpft zum Termin. Eine zu hohe Erschöpfung kann die Aufnahmefähigkeit für Suggestionen bei vielen Behandlungsthemen einschränken.

Trinken Sie bitte 3-4 Stunden vor dem Termin keinen Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke, um eine Beeinflussung der Trancefähigkeit zu vermeiden. Trinken Sie stattdessen ausreichend Wasser, damit Ihr Nervensystem gut mit Flüssigkeit versorgt ist. Nehmen Sie keine Medikamente ein, die Sie nicht akut benötigen oder auf ärztlichen Rat einnehmen sollten.

Vorbereitung auf den Hypnosetermin

Fassen Sie Ihre zu behandelnden Themen optimalerweise schon im Vorfeld kurz schriftlich zusammen. Bringen Sie die Auflistung mit zum ersten Termin in die Praxis.

Bringen Sie den Ihnen übersandten Anamnesebogen und den Behandlungsvertrag ausgefüllt mit zum 1. Termin oder versenden Sie ihn vorab per Post oder Mail. So kann die Vorbereitungszeit in der Praxis verkürzt werden und sie können von der Behandlungszeit optimal profitieren. Machen Sie Ihrem Hypnosetherapeuten bei der Anamnese bitte unbedingt korrekte Angaben. Bitte sind Sie in Ihrem eigenen Interesse offen und vertrauensvoll. Das vertieft die Therapeut-Klient-Beziehung und fördert den therapeutischen Prozess. Den Aufklärungsbogen Hypnose nehmen Sie bitte zu Ihren Unterlagen.

Ihr Behandler stimmt seine Vorgehensweise auf Ihre Angaben ab und geht davon aus, dass diese richtig sind. Fehlerhafte oder unvollständige Angaben können dazu führen, dass die hypnotische Vorgehensweise nicht optimal Ihren Bedürfnissen angepasst werden kann. Helfen Sie mit, das Potential eine hypnosystemischen Therapie möglichst umfassend auszunutzen.

Sollten Sie sich bereits anderweitig in psychologischer Behandlung befinden, klären Sie bitte dort ab, ob ergänzend eine Hypnose-Behandlung stattfinden kann.

Hinweise zum Verhalten während der Hypnose

Folgen Sie während der Hypnose den Anweisungen Ihres Behandlers. Hören Sie auf seine Stimme und versuchen Sie, seinen Worten zu folgen.

Ihre Motivation und Mitarbeit sind Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie. Experimentieren Sie während der Hypnose bitte nicht, indem Sie beispielsweise austesten, ob Sie sich gegen die Worte des Behandlers „wehren“ können. So sollten Sie sich nicht gezielt etwas anderes vorstellen, als das worum Sie gebeten werden. Versuchen Sie nicht, einen gerade ablaufenden Prozess bewusst zu zu beeinflussen, indem Sie aus reiner Neugier testen, ob Sie die Hypnose selbsttätig auflösen und bspw. die Augen öffnen können. Solche Störungen die Wirkung der Hypnose entscheidend mindern.

Sie können Ihrem Behandler während der Hypnose jederzeit mitteilen, wenn Ihnen etwas unangenehm sein sollte. So kann vermieden werden, bestimmte Prozesse anzustoßen, die Sie im Moment lieber nicht durchschreiten möchten.

Beobachterposition einnehmen

Versuchen Sie, während der Hypnose eine „innere Beobachterposition“ einzunehmen und Gedanken, die nichts mit dem Behandlungsthema zu tun haben, gehen zu lassen. Versuchen Sie stattdessen, sich auf Ihre Innere Welt, Ihre körperlichen Empfindungen, Gefühle, Gedanken und  inneren Bilder zu konzentrieren. Nehmen Sie wahr, was die Hypnose in Ihnen auslöst. Versuchen Sie nicht zu analysieren, was Ihr Behandler gerade sagt und warum er das wohl gerade sagt. Machen Sie sich keine Gedanken, in welcher Trancetiefe Sie sich gerade befinden oder ob Sie schon tief genug in Hypnose sind. Das sind nur Störeinflüsse, die Ihr Unterbewusstsein dabei bremsen, das zu tun, was es eigentlich gerade tun sollte. Lassen Sie die Hypnose stattdessen einfach geschehen und nehmen sie wahr, was sie in Ihnen bewegt.

Unerwartete Tranceeffekte

Aufgrund der entspannenden Wirkung der hypnotischen Trance auf den Körper kann eine Reihe ungefährlicher Effekte auftreten: Manche Klienten spüren einen Hustenreiz, einen Juckreiz, einen verstärkten Schluckreiz oder einen Lachreiz. Versuchen Sie bitte nicht, diese Reize zu unterdrücken, sondern lassen Sie sie einfach geschehen. Bei einem Juckreiz dürfen Sie selbstverständlich kurz kratzen, um ihn zu beseitigen. Ein Widerstand gegen diese Trancesymptome oder der Versuch, sie mit dem Bewusstsein zu unterdrücken, kann die hypnotische Trance stören und ihre Wirkung mindern. Ein Nachgeben hingegen führt zumeist zu einem schnellen Vorübergehen dieser Symptome und anschließend in eine tiefe, intensive Trance.

Hinweise zum Verhalten nach der Hypnose

Legen Sie sich Ihre Termine im Anschluss bitte so, dass Sie noch etwas Zeit haben, wieder vollkommen wach zu werden, bevor Sie beispielsweise Auto fahren müssen. Nach der Hypnose fühlen sich viele Klienten wie nach einem Mittagsschlaf und benötigen erst noch eine Viertelstunde, bis sie sich wieder vollkommen fit fühlen.

Fahrtüchtigkeit

Vermeiden Sie im Anschluss an die Hypnose zu lange Autofahrten, da aufgrund der entspannenden Wirkung der Hypnose eventuell noch mit einem gewissen Grad an Müdigkeit zu rechnen ist. Ihr Reaktionsvermögen im Straßenverkehr könnte noch eingeschränkt sein. Sollten Sie weiter als ca. 30 Minuten von der Praxis entfernt wohnen, kann es empfehlenswert sein, sich fahren zu lassen oder öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Fragen Sie im Zweifel bitte vorher bei Ihrem Behandler nach, ob bei Ihrem Behandlungsthema mit einer eingeschränkten Fahrtüchtigkeit zu rechnen ist.

Nachwirken lassen

Wenn Sie Zuhause angekommen sind, gönnen Sie sich etwas Ruhe, damit die Hypnose optimal wirken kann. Hektik oder konzentrierte Beschäftigung kann die Entfaltung der Wirkung einschränken.

Lassen Sie die Hypnose ca. 72 Stunden wirken. Das Gehirn benötigt Zeit, um die hypnotischen Suggestionen abzuspeichern. Häufig werden die ersten Wirkungen nach 1-2 Nächten erkennbar.

Achten Sie in den Tagen im Anschluss an die Behandlung darauf, ausreichend zu schlafen. Das Gehirn führt im Schlaf viele Tiefenspeicherungsprozesse durch. Ein gesundes Schlafverhalten ist deshalb sehr förderlich für eine optimale Wirkung der Hypnosebehandlung.

Störungen vermeiden

Meiden Sie nach Möglichkeit in den ersten 72 Stunden Gespräche über die Hypnose-Sitzung oder über Ihr Behandlungsthema. Beschäftigen Sie sich möglichst auch nicht anderweitig mit den Themen der Hypnosesitzung (Recherche im Internet, Fachliteratur etc.). Während Ihr Gehirn die Inhalte der Hypnose noch speichert, kann eine Beschäftigung mit dem Thema, das nun gerade sehr aktiv in Ihrem Unterbewusstsein arbeitet, zu einer deutlichen Minderung der Wirkung führen. Klären Sie Ihr Umfeld bitte ggf. darüber auf, dass Sie erst 3 Tage nach der Sitzung über Ihre Hypnose-Behandlung berichten können und dass vorzeitige Gespräche zu Ihrem Nachteil sein könnten.

Testen der Wirkung

Stellen Sie die Wirkung in den ersten 72 Stunden bitte nicht auf „die Probe“. Zu frühe Tests, ob sich schon etwas verändert hat, können ebenfalls zu einer deutlichen Beeinflussung der Wirkung führen. Beobachten Sie stattdessen einfach nur Sie Veränderungen, die sich ganz von allein ergeben und achten Sie gern auch auf kleinste Details (Gedanken, Gefühle, Träume). Häufig kündigt sich die Wirkung der Hypnose sehr subtil an und oft sind schnell schon kleine Effekte zu bemerken, die anzeigen, dass die Hypnose in Ihnen arbeitet.

Substanzen

Vermeiden Sie in den 72 Stunden im Anschluss an die Hypnose nach Möglichkeit größere Mengen an Alkohol oder Medikamente, die Sie nicht dringend benötigen. Jede Einnahme von Medikamenten oder das Bewusstsein beeinflussende Genussmitteln kann die Wirkung der Hypnose hemmen.

Achten Sie bitte darauf, in den kommenden Tagen im Anschluss an die Behandlung ausreichend zu trinken (optimalerweise stilles Mineralwasser). Eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung unterstützt das Gehirn und das Nervensystem bei Veränderungsprozessen und beschleunigt die Verarbeitung mentaler Prozesse.

Ergänzende Hinweise Aufklärungsbogen Hypnose

Halten Sie sich bitte an die Verhaltensempfehlungen des Aufklärungsbogens Hypnose. Nehmen Sie auch unbedingt die Empfehlungen, die Ihnen Ihr Behandler im Verlaufe der Hypnose-Behandlung gibt, ernst. Abweichungen können zu einer Beeinflussung der Hypnosewirkung führen oder sie schlimmstenfalls vollständig aufheben. Sollten Sie im Anschluss an die Hypnose Symptome oder emotionale Reaktionen beobachten, die Sie nicht einordnen können, wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Behandler. Sollte die Wirkung der Hypnose nicht wie erwünscht eintreten, wenden Sie sich bitte ebenfalls an Ihren Behandler, um die weitere Vorgehensweise abzustimmen.

Festigung der Therapieinhalte

Sollten Sie zu einem späteren Zeitpunkt eine Vertiefung oder Auffrischung Ihrer Behandlung wünschen, ist dies natürlich jederzeit möglich. Es ist eine alte Lernweisheit: Jede Wiederholung führt zu einer Vertiefung der Inhalte. Es ist zudem empfehlenswert, Veränderungsprozesse schriftlich zu erfassen, um bei einer eventuellen weiteren Behandlung optimal darauf eingehen zu können. Stimmen Sie mit Ihrem Behandler ab, ob ein Behandlungstagebuch für Sie sinnvoll sein kann und welche Beobachtungen und Erfahrungen Sie darin erfassen sollten.

Sollten Sie einzelne Punkte aus dem Aufklärungsbogen Hypnose nicht eingehalten haben und sich sorgen, ob deshalb die Wirkung der Hypnose beeinflusst sein könnte, wenden Sie sich bitte an Ihren Behandler und klären Sie, ob eine entsprechende Nachbehandlung empfehlenswert ist.

Allgemeine Informationen über die Hypnose

Die Hypnose ist eine Behandlungsmethode, die viele verschiedene Anwendungen beinhaltet. Diese Anwendungen können in der Durchführung teilweise stark voneinander abweichen. Jede Anwendung ist auf ihr konkretes Ziel abgestimmt und wird so durchgeführt, wie sie für die jeweilige Thematik am wirkungsvollsten ist. Viele Neuklienten haben schon einmal im Fernsehen Berichte über Hypnose gesehen und sind teilweise verwundert, wenn ihre Behandlung anders abläuft als im Fernsehen. Grund dafür ist zumeist ein anderes Behandlungsthema und der Umstand, dass die Hypnosetherapie ein höchst individueller Vorgang ist. Sollten Sie Fragen zum Ablauf Ihrer Hypnose-Behandlung haben, wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Behandler. Er wird Ihnen erläutern, welche hypnotische Herangehensweise für Sie am sinnvollsten ist.

Showhypnose

Das Bild von der Hypnose ist bei vielen Neuklienten von der Showhypnose geprägt, die des Öfteren ebenfalls im Fernsehen gezeigt wird. Die Showhypnose, deren Ziel es zumeist ist, den Showhypnotiseur besonders mächtig und die Hypnose möglichst spektakulär erscheinen lassen, nutzt allerdings Trancezustände, die für die therapeutische Hypnosebehandlung kaum bis gar nicht geeignet sind. Es handelt sich dabei um sehr intensive Trancezustände, die das Bewusstsein  massiv trüben, sich allerdings kaum dazu eignen, Wirkungen zu verankern, die längere Zeit über die Show hinaus Bestand haben sollen.

Therapeutische Hypnose

Bei der therapeutischen Hypnose werden deshalb zumeist weniger bewusstseinstrübende Trancen eingesetzt, in denen der Klient die Sitzung durchaus bewusst miterleben kann. Diese Trancen sind wesentlich geeigneter, langfristige Wirkungen zu verankern. Wundern Sie sich also bitte nicht, wenn Sie während einer Hypnose-Behandlung nicht „bewusstlos“ oder „ohnmächtig“ werden. Die in Hypnose-Praxen genutzten Trancezustände erkennen Sie zumeist an einem intensiven Entspannungsgefühl, das von phasenweisem „Abschweifen“ des Bewusstsein begleitet sein kann. Diese Trancezustände sind optimal für die meisten hypnotischen Zielsetzungen und erlauben wesentlich tiefgreifendere und langfristigere Wirkungen als zu sehr bewusstseinsgetrübte Zustände. Sie können darauf vertrauen, dass Ihr Behandler den für Ihr Thema sinnvollsten Trancezustand wählen und einleiten wird.

Wenn Sie noch Fragen zur Therapie oder zum Aufklärungsbogen Hypnose haben, wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Therapeuten. Die Praxis für Hypnose und Psychotherapie Frank Bütow steht Ihnen gern zur Verfügung.

Viel Erfolg mit Ihrer Hypnose-Behandlung!

Mit freundlichen Grüßen

Frank Bütow (Heilpraktiker für Psychotherapie, Hypnosetherapeut)

Aufklärungsbogen Hypnose Praxis Frank Bütow nach © TherMedius 2011 – Aufklärungsbogen Hypnose – Verwendung in therapeutischen  Hypnose-Praxen gestattet  – Stand 09.09.2022