Angst und Hypnose – Phobien und Panikattacken

Angststörungen

Angststörungen kommen relativ häufig vor. Sie stehen nach den depressiven Störungen (10-20%) an zweiter Stelle seelischer Störungen. Die Lebenszeitprävalenz für Angststörungen liegt in Deutschland bei etwa 15%. Frauen sind zumeist häufiger betroffen. Hier stehen Angstsymptome im Vordergrund, jedoch ohne auf eine bestimmte Situation bezogen zu sein. Auch depressive Elemente oder Zwangssymptome sind möglich. Sie sind aber weniger ausgeprägt und eindeutig sekundär.

Angststörungen haben vielerlei Ursachen. Neben genetischen Faktoren werden neurobiologische, lerntheoretische und psychodynamische Effekte diskutiert. Die Entwicklungsbedingungen (Elternhaus) sind ebenso von Bedeutung wie die aktuellen Umgebungsbedingungen (Familie, Arbeit, Nachbarschaft, Verein, usw.).

Im Wesentlichen werden in der Hypnosepraxis Frank Bütow zwei Arten von Angststörungen mit Hypnose behandelt, die Panikstörung und die generalisierte Angststörung.

Panikstörung

Die Panikstörung ist gekennzeichnet durch wiederkehrende schwere Angstattacken (Panik), die sich nicht auf eine spezifische Situation oder besondere Umstände beschränken und deshalb auch zumeist nicht vorhersehbar sind. Zu den wesentlichen Symptomen zählen plötzliches Herzklopfen, Brustschmerz, Erstickungsgefühle, Schwindel und Gefühle der Entfremdung. Oft besteht nebenher auch die Furcht zu sterben oder die Kontrolle zu verlieren, bzw. verrückt zu werden.

Charakteristisch ist das wiederholte Auftreten von akuten Angstanfällen. Die Angst steigert sich rasch auf ihr Maximum und dauert mindestens einige Minuten. Es bedarf keiner gefährlichen Situation oder eines Gedanken daran. Panikanfälle treten urplötzlich auf, mitunter auch aus dem Schlaf heraus.

Folgende Symptome können bei einer Panikattacke auftreten:

  • Wahrnehmen des eigenen Herzschlages – Herzklopfen/Herzrasen
  • Schweißausbrüche
  • Zittern
  • Mundtrockenheit
  • Atembeschwerden
  • Beklemmungsgefühle
  • Missempfindungen im Bauch- und/oder Brustbereich
  • Übelkeit
  • Hitzewallungen
  • Kälteschauer
  • Kribbelgefühle
  • Schwindel
  • Unsicherheit
  • Schwächegefühl
  • Benommenheit
  • das Gefühl, neben sich zu stehen
  • ein Gefühl von Unwirklichkeit
  • Angst, verrückt zu werden
  • Todesangst

In der Psychotherapie hat sich insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie bewährt. Hierbei geht es insbesondere um die Modifikation Angst verstärkender und unrealistischer Gedanken und Überzeugungen. Psychoedukation (Patientenaufklärung) rundet das Therapieangebot erfolgreich ab.

Generalisierte Angststörung

Menschen mit einer generalisierten Angststörung machen sich übermäßig viel Gedanken um alltägliche Kleinigkeiten und leiden unter einer andauernden Ängstlichkeit und Besorgtheit. Das Sorgen bezieht sich, wie bei gesunden Menschen auch, um die Zukunft, jedoch ist die Themenzahl weitaus größer und das Gefühl intensiver und langanhaltender. Die Angst ist generalisiert und anhaltend. Sie ist nicht auf bestimmte Umgebungsbedingungen beschränkt, sondern frei flottierend (wechselweise ansteigend-abfallend). Beschwerden wie ständige Nervosität, Zittern, Muskelspannung, Schwitzen, Benommenheit, Herzklopfen, Schwindelgefühle oder Oberbauchbeschwerden können auftreten und machen den Betroffenen das Leben schwer.

Therapie der Angststörung

Die Therapie der generalisierten Angststörung zielt darauf ab, die Selbstregulationsmöglichkeiten des Patienten zu stärken. Angst soll als bewältigbar erlebt werden können. Ein multimodaler Therapieansatz deckt die Bereiche Entspannung, Erfahrung der Selbstwirksamkeit, analytisches Vorgehen zur Ermittlung der Ursachen und kognitive Verhaltenstherapie zur Angstbeseitigung ab.

Phobien

Etwa zehn Prozent der Bevölkerung entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Phobie. Die größte Erkrankungshäufigkeit liegt hierbei zwischen dem 35. und 65. Lebensjahr. Frauen sind etwa doppelt so oft betroffen wie Männer.

Spezifische Phobien haben zumeist mehrere Ursachen gleichzeitig. Neben genetischen Faktoren werden neurobiologische, lerntheoretische und psychodynamische Effekte diskutiert. Die Entwicklungsbedingungen (Elternhaus) sind ebenso von Bedeutung wie die Umgebungsbedingungen. Nach S. Freud entstehen Phobien aufgrund übertragener Ängste vor bedrohlichen inneren Impulsen oder Konflikten auf ein Objekt oder eine äußere Situation. Auch organische Erkrankungen können die Entstehung von Phobien begünstigen sowie der Missbrauch von Drogen.

Phobische Störungen sind Störungen, bei der Angst durch klar benennbare, aber eigentlich ungefährliche Situationen ausgelöst wird.  Dazu gehören unter anderem Flugangst, Prüfungsangst, Höhenangst, Spinnen-Angst und Platzangst. Entweder werden derlei Situationen von den Betroffenen infolge vermieden oder die Angst wird leidvoll ertragen. Allein die Vorstellung, dass die befürchtete Situation eintreten könnte, erzeugt bei den Betroffenen oft schon eine Erwartungsangst, die Angst vor der Angst (Phobophobie).

Sypmtome der Angst

Die Angst wird dabei auf vier verschiedenen Ebenen wahrgenommen: emotional, vegetativ, kognitiv und motorisch. Die emotionale Wahrnehmung stellt sich zumeist als ein Gefühl des Bedrängtseins, der Ausweglosigkeit ein. Vegetative Anzeichen hierfür sind Herzklopfen, Schwitzen, beschleunigte Atmung, Harn-/Stuhldrang, Zittern, Mundtrockenheit. Auf der kognitiven Ebene zeigt sich die Angst durch ein gedankliches Fokussieren auf mögliche angstauslösende Situationen. Motorisch macht sich die Angst zumeist durch einen erhöhten Muskeltonus bemerkbar.

Hypnosebehandlung von Ängsten

Ängste und Phobien lassen sich psychotherapeutisch gut behandeln. Unter Anwendung verschiedener Hypnosetechniken wird im Laufe der Zeit eine Desensibilisierung erreicht, die es dem Betroffenen erlaubt, sich der einst vermiedenen Situation dann aus eigener Kraft zu stellen. Ziel der Hypnosetherapie von Phobien  in der Hypnosepraxis Frank Bütow für Bremerhaven und Geestland ist es, der lebenseinengenden Wirkung phobischer Störungen entgegenzuwirken und sie schließlich ganz aufzuheben. 

Wie läuft die Behandlung von Angst und Panik mit Hypnosetherapie ab?

Zunächst erhalten einen Fragebogen und einen Musterbehandlungsvertrag. Neben den Standardangaben zu Ihrer Person, werden Sie hier auch zu Ihrer Gesundheit und zu Ihren Lebensgewohnheiten befragt. Nach Rücksendung und Auswertung des Fragebogens bekommen Sie dann, insofern keine Gegenindikationen vorliegen, einen Anamesetermin. Den Behandlungsvertrag bringen Sie bitte unterschrieben zum ersten Termin mit in die Hypnosepraxis.

Der erste Termin

Der erste Termin ist der sogenannte Anamnesetermin. Je nach Umfang und Ausprägung der Beschwerdebilder wird hier, ausgehend von ihren Therapiezielen ihr persönlicher Therapieplan mit Ihnen besprochen. Zudem werden Sie eine erste hypnotische Erfahrung machen.

Der zweite Termin

Nach einem Vorgespräch beginnt die eigentliche hypnotherapeutische Arbeit. Diese wird in Inhalt, Vorgehensweise und Intensität individuell auf den Klienten abgestimmt. Den Abschluss der Hypnosesitzung bildet ein Nachgespräch.

Folgetermine

Folgesitzungen beginnen ebenfalls immer mit einem Vorgespräch. Hier ist Gelegenheit, über aktuelle Entwicklungen und Erfahrungen im Zusammenhang mit der letzten Hypnosesitzung zu sprechen.Den Hauptteil der Folgesitzung bildet die hypnotische Arbeit, die abhängig vom Therapieziel und der Persönlichkeit des Klienten verschieden ausgestaltet sein kann. Den Abschluss bildet jeweils ein kurzes Nachgespräch.

Wie lange dauert die Hypnosetherapie von Angst oder Panik?

Eine Sitzung dauert 1-2 Stunden. Wie viele Sitzungen im Einzelfall notwendig und anempfohlen sind, lässt sich pauschal nicht sagen. Das ist unter anderem abhängig von der Ausprägung der Symptomatik und von der Persönlichkeit des Klienten. Mitunter genügt eine Sitzung, um eine Besserung herbei zu führen. Realistischer ist es jedoch von 3 bis 8 Sitzungen auszugehen.

Kosten der Hypnosetherapie psychischer Störungen

Die Kosten für die Hypnose entnehmen Sie bitte der aktuellen Preisübersicht Hypnose unter dem Stichwort Hypnosetherapie.

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